Die beiden Begriffe
geschlossene
und
offene Form
des Dramas markieren idealtypische Modelle für den möglichen Aufbau von Dramen, die selten in ihrer Reinform auftreten. Ähnlich kann auch die Klassifizierung als tektonische und atektonische oder strenge und freie Form verstanden werden. Ausgehend von einer pyramidalen Handlungsstruktur (
Idealtypischer Aufbau) und von historisch gewachsenen Ansprüchen an die Wahrscheinlichkeit und Glaubwürdigkeit von Figuren und Situationen (
Konzeptionelle Anforderungen), außerdem jeweils verbunden mit ästhetischen Konzepten, stellen die typisierten Dramenformen Muster dar, die erst von der Literaturwissenschaft entworfen worden sind (Volker Klotz: Geschlossene und offene Form im Drama. 14. Aufl. München: Hanser 1999), um verschiedene Dramenformen abstrakt fassen zu können.