Historisch-rekonstruierende Verfahren erschließen den Entstehungszusammenhang des Textes, ermöglichen die zu begründende Auswahl von Kontexten, die für Bedeutungszuweisungen wichtig sein können.
-
Situierung im Gesamtwerk des Autors: Zuordnung zu anderen Texten und Textgruppen;
-
Zuordnung zu Texten bzw. Textgruppen anderer – früherer oder zeitgleicher – Autoren (formale und inhaltliche Gemeinsamkeiten, Übernahmen, Parodien etc.);
-
Zuordnung zu nicht-literarischen Werken, z. B. der bildenden Kunst;
-
Einordnung des Textes in lebensgeschichtliche Konstellationen des Autors;
-
Bezüge zu literaturtheoretischen oder ästhetischen Programmen, Stilrichtungen, literarhistorischen Entwicklungen der Zeit;
-
Bezüge zu ideen- oder kulturgeschichtlichen Entwicklungen;
-
Bezüge zu sozio-ökonomischen Konstellationen, zur politischen Situation, zu sozialpsychologisch wirksamen Faktoren der Zeit.
|